Dieser Tage fand die diesjährige HR-Konferenz PoP – Power of People statt. Ein persönlicher Nachbericht, wie es gelingt, alte Konzepte in die Zukunft zu bringen.

PoP 2018  – „HR – Pragmatisch und Disruptiv“.

Mit diesen beiden Schlagworten im Hinterkopf ging ich mit bestimmten Erwartungen, nicht nur bezüglich der Inhalte in die zwei Tage, sondern auch mit Erwartungen an das Format der PoP.

Vorerst zurück zum Anfang: Wie ging es nach der Anmeldung weiter?

Der Start: Konferenz mit App

Einige Tage vor der Veranstaltung wurde ich mit einem freundlichen Mail darauf aufmerksam gemacht, dass es eine Business Circle App gibt, die man sich im Vorfeld schon downloaden kann. Mit Bedenken, die tausendste App runterladen zu müssen, konnte ich den Sinn dahinter entdecken: Infos zur Anreise, zum Programm, zu den Vortragenden, Teilnehmenden, Ansprechpartner vor Ort und eine genaue Übersicht darüber, wo genau welche Session stattfindet und wofür man sich angemeldet hat.

Aber auch nach Abschluss der zwei Tage ergibt die App noch Sinn. Alle Informationen, gebündelt an einem Ort, findet man zusätzlich noch detaillierte Unterlagen zu den jeweiligen Themen zum Downloaden und auch Angebote, wie es nach der PoP mit Kurzinputs und Vertiefungen zu den Inhalten weitergehen kann.

Vor Ort: Konferenz mit Tagebuch

Um auch die analogen Typen unter uns zufrieden zu stellen, bekommt jeder Teilnehmer zur Begrüßung ein „PoP-Tagebuch“ ausgehändigt. Auf 78 Seiten hat man eine Übersicht über die zwei Tage in Händen. Mit viel Möglichkeit sich zu den unterschiedlichen Speekern und Themenblöcken Notizen zu machen.

Beginnend mit der Begrüßung der Gastgeberin wird auf das modernisierte Format der PoP mit viel Möglichkeit des Austausches und Interaktivität hingewiesen. Des Weiteren wird der Wunsch des „Du-Wortes“ während der beiden Tage, um die Verbindung der „PoP Familie“ zu stärken, geäußert. Doch auch selbst die Gastgeber fielen unabsichtlich immer wieder zum „Sie“ zurück. 😉

Ein Hinweis eines Teilnehmers, auch die Namenskärtchen dahingehend zu ändern (weg vom „großen, fett gedruckten“ Nachnamen hin zum Vornamen) wurde dankend aufgenommen.

Ein absoluter Mehrwert war das kreative und kompetente Graphic Recording während der gesamten Zeit. Die zeitnahe Visualisierung der Kernaussagen der jeweiligen Inhalte war sehr hilfreich um sich ein Gesamtbild zu verschaffen.

Mit einem Weckruf in den Tag…

Mit einer provokanten Keynote zum Thema „ Digitalisierung – die Welt von HR verschiebt sich und wie können wir den Wandel erfolgreich mitgehen“ wurde der Tag begonnen.

„Shift Happens  – ein Weckruf“ war ein inspirierender und aufrüttelnder Einstieg ins Thema. Wie können wir als HR unsere Mitarbeiter erfolgreich auf kommende Berufe vorbereiten und Führungskräfte im Leadership unterstützen und ein passendes Mindset fördern.

Den ganzen Tag über waren dann Möglichkeiten zum Zuhören „on a hot chair“ von CEOs und Personalverantwortlichen zu den Themen Kulturveränderung, Future Talents, neue Digitale Kompetenzen, usw. vorhanden.

Wollte man sich selber mehr einbringen, wählte man den interaktiven Hotspot. Innerhalb kleiner Gruppen konnte man sich den unterschiedlichsten Themen wie „Leadership“, „Reimagine & Cooperation“, „Culture“, „Identity“oder „Agile“ aktiv widmen.

Interessante Verantwortliche von großen beständigen Unternehmen aber auch Startups gaben entsprechende Impulse.

Der Abschluss des ersten Tages mit dem Thema „Zeiten der Unsicherheit – warum sie so wertvoll sind“ war definitiv polarisierend: manche, die sich gerne in philosophischen Gedanken verlieren, waren inspiriert, manche fanden sich in dem „philosophischen Geschwätz“ nicht wieder.

„In Zeiten der Unsicherheit komme ich mit Routine nicht mehr weiter, gründliches Nachdenken ist wichtig und erzeugt Entwicklung“

oder

„Ohne Unsicherheit verlieren wir – Hoffnung, – den freien Willen, – die Fähigkeit schöpferisch zu wirken und lebendig zu sein“,

sind für mich Anregungen die es wert sind, verfolgt zu werden.

Late-Night-Talk und/oder Morgen-Session?

Das Ende des ersten Konferenztages wurde natürlich, entsprechend der langen PoP-Tradition, mit einer Bootsfahrt zum Networking Dinner im Katamaran Restaurant mit Dancefloor und Late-Night-Talk in lockerer Atmosphäre an der Bar gefeiert.

Der nächste Tag begann früh mit einer Session, die nur eine limitierte Teilnehmerzahl zuließ, um intensiv an der eigenen Organisation zu arbeiten. Kritiker sagten, dass viele andere Teilnehmer froh darüber waren, die kurze Nacht nicht allzu früh beginnen zu  müssen.

Auch der zweite Tag war geprägt von interessanten Unternehmen und UseCases zu den unterschiedlichsten Themen wie „Resilienz-Booster“, „DSGVO“, „Arbeitswelt 4.0“, „HR-Transformation“ usw.

„Glück ist ein Muskel den man trainieren kann“, „Glückskiller Nr.1 = der Chef“, man findet „Glück im gemeinsamen Schaffen“, waren definitiv Anregungen die in Erinnerungen bleiben.

Der Abschluss des  CHO „Chief Happiness Officer“ eines StartUps war damit gut gewählt um mit dem richtigen Glücksgefühl die PoP zu verabschieden.

Mein Resümee: altes Konzept, aufgefrischt mit inspirierenden Keynotes,  neuen Ideen wie die Business Circle App, Startup Pitches, Graphic Recordings, vielen Use-Cases, parallelen Kleingruppen-Sessions und der Möglichkeit zum „Deep Dive“ um die eigene Organisation in den Blick zu nehmen.
Sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen steht im Vordergrund und auch, sich viel Inputs und Ideen von anderen Unternehmen zu holen.

Übrigens: Die nächste PoP 2019 – Power of People findet am 11. und 12. April 2019 statt und ist sicher wieder einen Besuch wert!

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