5
(1)

Nächste Woche ist es wieder soweit. Die Corporate Learning Community Austria #clca trifft sich zum zweiten Mal.

Die Community formierte sich letzten Herbst und startete im Oktober mit einem initialen Kick Off. Damit gibt es – neben Deutschland und Schweiz – nun auch in Österreich eine Regionale Community der deutschsprachigen Corporate Learning Community.

Es war eine Premiere – auch für mich, nämlich in einer Online-Moderation eines (Mini-)Barcamps.

Kein Lernen ohne Rückschau!

Und weil wir am 20. Jänner 2021 (14:00 bis 18:00 Uhr) wieder zusammengekommen, lasse ich hier das KickOff nochmals Revue passieren.

33 neugierige Corporate Learning Experten und Community-Begeisterte aus ganz Österreich online trafen einander in Zoom und wonder.me.

Was braucht eine Community?

Gleich zu Beginn beschäftigte uns die Frage, was denn so eine Community ausmacht und braucht. Eine unserer Antworten: einen gemeinsamen Purpose und eine klare Identität, an die jede/r Einzelne anknüpfen kann.

Die #clca soll ein Netzwerk sein, in und mit dem wir gemeinsam an dem wachsen möchten, was die Zukunft im Corporate Learning bringen wird. Der Bedarf nach Kompetenzvertiefung und -erweiterung wird immer dynamischer und schneller. Das gilt für Corporate Learning Experten genauso wie für die Mitarbeiter in den Organisationen, die sie betreuen und begleiten. Das wollen wir gemeinsam erkunden und voneinander für die eigenen Aufgaben profitieren.

Learning – just in time, das wird die Maxime der kommenden Jahre sein

Learning – just in time, das wird die Maxime der kommenden Jahre sein – für Mitarbeiter aber auch für uns selbst. Mit und in der #clca wollen wir gemeinsam am Puls der Zeit sein – vordenken und vormachen. Schließlich soll nicht jeder das Rad neu erfinden müssen. Und: wir wollen das “Chapter Austria” in der internationalen Corporate Learning Community sein.

In der #clca darf sich jede und jeder willkommen heißen, der gerne seinen Beitrag leisten möchte. Hier wird jeder mit seiner Expertise anerkannt und darf sich persönlich weiterentwickeln.

Menschen und Plätze, …

Eine Community ist wie ein Dorf. Mit dieser Metapher haben wir beschrieben, wie diese Community langfristig Bestand haben und wachsen kann.

Es braucht Menschen, die sich in diese Gemeinschaft einbringen.

Es braucht Menschen, die sich in diese Gemeinschaft einbringen. Daneben braucht es ein paar wenige, die das Geschehen aktiv gestalten – für die #clca sind das Clemens, Florian, Reinhard, 2x Stefan sowie ich selbst.

Darüber hinaus: Ein zentraler (Markt-)Platz für Begegnung und Austausch ist wichtig. Dort wo man hinkommen und einander treffen kann – hier haben wir LinkedIn und Telegram gefunden und haben dies in einem Voting auch bestätigt.

… Themen …

Natürlich braucht es in diesem Dorfleben auch Themen, über die man sich austauschen kann und will. Am Besten sind es “echte” Probleme oder Geschichten aus dem Alltag, an denen man gemeinsam arbeiten und lernen kann. Vielleicht bilden sich in der Community auch kurzfristige Partnerschaften, die gemeinsam an Zukunftsthemen arbeiten, experimentieren und dabei einander über die Schulter blicken.

Damit schaffen wir die Grundlage für unsere zukünftige Erfolge im Corporate Learning.

… und eine entsprechende Grundhaltung!

Eines war den Teilnehmern des Kick Offs ganz wichtig (mir übrigens auch):

Mit der gemeinsamen Grundhaltung des Menschseins und der respektvollen Begegnung wollen wir uns gemeinsam auf die Reise in die Zukunft des Corporate Learning begeben – fernab jeder Profilierung oder Verkaufsneigung. Unterschiede und Vielfalt wollen wir produktiv nutzen und nicht bekämpfen.

Der Anspruch an die Community wurde bereits im Kick Off sehr hoch angesetzt:

Wir gestalten die Zukunft des Corporate Learning und lernen gemeinsam und von anderen.

Das bedeutet auch, dass Berater nicht automatisch die Gescheiteren und Kunden die Bedürftigen sind. Und es bedeutet auch, dass wir keine Best Practices finden werden. Aber an einer Next Practice wollen wir gemeinsam arbeiten und uns gegenseitig unterstützen.

Klingt romantisch? Vielleicht!

Aber es ist ein guter Weg, aus dem „eigenen Saft“ rauszukommen, gemeinsam (neue) Varianten und Optionen zu finden und uns gegenseitig anzuspornen und zu challengen. Aber natürlich gilt in dieser Community: No Sales, please!

So möchte die #CLCA arbeiten – herzlich willkommen!

Wir nehmen uns regelmäßige Treffen zumindest im Quartal vor, laufende Kommunikation und Vernetzung via LinkedIn und Telegram (Voting Ergebnis).

Es sind alle willkommen, die sich gerne für gutes Lehren und Lernen in Organisationen engagieren – unabhängig von Ausbildung, Beruf, Erfahrung oder andern Kriterien.

Und: die Ergebnisse unseres Tun wollen wir auch konsequent dokumentieren. Damit machen wir auch für uns selbst sichtbar, was wir selbst gelernt haben. Und gleichzeitig eröffnen wir anderen die Möglichkeit, an unseren Erkenntnissen oder Einsichten teilzuhaben.

Danke an Markus Engelsberger für die grafische Doku! (C) www.markusengelberger.com

Ideen für die Zukunft gibt es zu Hauf, z.B. eine Graffiti Wand, jedenfalls hemdsärmelig, nicht Hochglanz (das Emotionale muss drinnen sein); oder gleich ein komplettes Manifest als Buch oder Video. Um konkrete Vorhaben zu formulieren fehlte im KickOff noch die Gelegenheit. Mal sehen, was sich ergibt.

Eins ist fix: Nichts bleibt, wie es ist

Das Kick Off im BarCamp-Format ermöglichte bereits konkreten inhaltlichen Austausch. Da hatten wir sogar viel mehr Themen zur Auswahl, als wir tatsächlich bearbeiten konnten.

In allen Themen spiegelte sich wider, dass wir Grundsätzliches auf den Prüfstand stellen und vielfach auch anders sehen müssen.

Die Dokumentationen der unterschiedlichen Sessions könnte man in etwa so zusammenfassen:

1. Lernen ist Co-Kreation

Gibt es ein „richtigen“ Lernorganisation in Unternehmen? Zentral versus dezentral? Themenzentrierter und sozial dezentralisierter?

All diese Fragen führen aber an der Zielsetzung vorbei: Lernen als singulärer Akt Einzelner hat keine Kraft in Organisationen. Lernen ist Co-Kreation. Deshalb werden Communities eine stärkere Rolle spielen.

Lernen als singulärer Akt Einzelner hat keine Kraft in Organisationen

Der Einzelne wird (viel) stärker die Verantwortung fürs eigene Lernen übernehmen (dürfen, sollen, müssen). Dafür braucht es einen klaren Rahmen und idealerweise eine direkte Begleitung. Führungskräfte übernehmen dabei eine ganz wesentliche Rolle (ob denen das schon klar ist?). Aber auch wir im Corporate Learning werden (neue, veränderte, …) Rollen oder Aufträge wahrnehmen.

2. Lernen ist Arbeiten

Integration in den Alltag ist nötig: Möglichkeiten (also wann kann ich mir Zeit dafür nehmen) und Dringlichkeiten (was brauche ich bzw. die Organisation jetzt gerade) spielen eine bedeutende Rolle.

Aber, wo ein Wille da ein Weg. Die Verantwortung für Lernen liegt beim Lerner selbst – und das bedingt jedenfalls Kontrollverlust der Organisation.

Ein schönes Beispiel dazu ist das Siemens Techno Web. Mit einem klar definierten strategischen Ziel war es den Mitarbeitern freigegeben, worauf sie sich fokussieren: Wenn jemand für ein Themen zwei weitere Kollegen aus anderen Abteilungen findet, konnten sie selbständig losarbeiten. Von da aus haben sich dann Netzwerke gebildet, die die Themen weitergebracht haben.

Lernen passiert nebenbei und vielfach unbemerkt.

Lernen während des Arbeitens passiert ganz nebenbei und vielfach unbemerkt. Deshalb ist es wichtig: Ankerpunkte setzen, um das Erreichte zu reflektieren.

LernCoaches könnten im Lernprozess begleiten und beim Reflektieren unterstützen. Oder es könnten Lernsessions im Team stattfinden und Lernerfolge geteilt werden. Konzepte wie Working out loud (WOL), lernOS, oder Communities of practices gibt es ja bereits. Ein wichtiger Schritt vorab: Entscheider von diesen Konzepten überzeugen, um in die Umsetzung zu kommen.

3. Lernen braucht Raum – auch online.

Eine Frage durfte wohl nicht fehlen, nämlich nach den Tools. Wie kriegt man Stabilität in die Vielfalt an Angeboten und Online-Tools? Wie schafft man auch online eine soziale Präsenz?

Essenz der Diskussion: Als Moderator soll man sich bewusst Zeit nehmen, um eine gute Atmosphäre zu schaffen. Also, alle Teilnehmenden einbinden, reichlich zur Beteiligung einladen und für die Gruppe “Lagerfeuer”-momente unterstützen. (Pro-Tipp: jedenfalls die Kamera an!)

Eigentlich einfach, aber doch nicht immer leicht.

So, der Anfang ist wohl gemacht. Demnächst setzen wir fort. Clemens und ich werden wieder moderieren. Wir freuen uns auch über neue Community Mitglieder.

Lernen wir weiter!

Wie interessant war dieser Beitrag?

Durchschnittliche Einschätzung 5 / 5. Anzahl der Feedbacks: 1

Bisher noch kein kein Feedback! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut mir leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here